Donnerstag, 9. Juli 2015

Der zweite Tag in Abu Dhabi und der Flug in die Schweiz

Heute an meinem zweiten Tag in Abu Dhabi, begleitete ich meinen Kumpel Edgar in die Stadt, wo er noch einige Dinge zu erledigen hatte.
Ich persönlich finde es interessant, wenn man Teile von der Stadt sieht, die man als Tourist sonst nicht wirklich zu sehen bekommt. In seinem Fall waren wir noch am Hafen bei einer Tauchfirma.
Später am Nachmittag werden wir uns dann mit seiner Frau Claudia und seinen zwei Kindern treffen.
In der Zwischenzeit besuchten Edgar und ich wieder Yas-island, aber diesmal die Formel 1 Strecke direkt neben der Ferrari World.
Das letzte mal als ich hier war, gab es die Strecke noch gar nicht und alles war eine riesige Baustelle.
Wir beschlossen, noch etwas Kleines zu essen und besuchten das Yas Viceroy Abu Dhabi Hotel dort liessen wir uns dann auf dem Balkon mit direktem Blick auf die Rennstrecke nieder.
Wenn hier ein Rennen stattfindet, wird es wohl ganz anständig voll sein.
Die 5 Sterne die das Hotel hat, spürt man schon bei der Ankunft, wo man sein Auto einfach vor dem Eingang stehen lassen kann und es dann von einem Fahrer ins Parkhaus gefahren wird.

Ich dacht mir schon, das einem das Geld hier schon in der Hosentasche verdunstet bei so einem noblen Laden. Aber zu meiner Überraschung waren die Preise auch nicht höher als wir es uns in der Schweiz gewöhnt sind. Auch das Essen ist auf Top-Niveau mit schweizer Preislevel oder sogar noch günstiger. Und das allerwichtigste: Man ist hier Gast und wird dementsprechend freundlich und zuvorkommend behandelt.
Hier auf dem Balkon wo wir dann auf unseren asiatischen Snack warteten, den wir bestellt hatten. In der Zeit konnte ich aller Ruhe, nachdem ich natürlich gefragt hatte, auf dem Balkon herumlaufen und Fotos machen. Es waren grad nicht so viele Gäste da, die meistens gegen Abend dann kommen, wenn es nicht mehr so heiss ist.
Hier ein Panoramabild auf die Rennstrecke. Von hier aus sitzt man dann schon extrem nahe am Rennen und dürfte wohl sehr exklusiv sein. Im Augenblick wurde auf der Strecke grad ein Wasserstand für Läufer eingerichtet.
Auf diesem Bild sieht man das zweite Gebäude vom Yas Viceroy wo vor allem Zimmer sind. Die ganze Fassade ist komplett weiss. Abends wird dann die Aussenhülle mit farbwechselnden LED's komplett beleuchtet. Ich persönlich finde tagsüber das Hotel in Schwarzweissbildern viel interessanter.

Kurze Zeit darauf fuhren Edgar und ich dann ein paar Strassen weiter zum Park Inn Radisson Hotel wo wir Edgar's Frau und die Kinder am Hotelpool trafen.
Er und seine Familie sind hier Stammgäste und seine zwei Kinder geniessen das hier sehr. Die zwei kennen nahezu das ganze Personal beim Namen. So verbrachten wir entspannt noch den späten Nachmittag bis zur Dämmerung.
Hier noch ein Sonnenuntergangsbild vom der Terasse des Restaurants.
Nach einem tolle Nachtessen machten wir uns mit den zwei völlig ausgepowerten Kindern wieder zurück in die Wohnung, wo ich jetzt noch meine Sachen packte und meine Abreise vorbereitete.

Kurz nach 23 Uhr brachte mich Edgar noch auf den Flughafen. Das einchecken war innert Sekunden erledigt und ich verabschiedetet mich noch von ihm. Wir werden uns ja bereits im Juli mit seiner ganzen Familie in Schweiz wieder sehen.
Anscheinend ging kurz vor dem Boarden organisatorisch etwas schief. Auf jeden Fall konnten wir einchecken und warteten nun auf die Busse, die uns zur Maschine bringen sollten. Leider waren aber keine Busse für diesen Flug bestellt und so mussten diese erst organisiert werden.
Der Flughafen Abu Dhabi platzt zurzeit mit den Flugzeugen aus allen Nähten und das neue Terminal ist noch nicht fertig. Etihad expandiert mit ihrer Flotte dramatisch. Sie nehmen alle paar Wochen eine neue Maschine in Betrieb. Mehr Destinationen mit mehr Flugzeugen.
Das führt nun dazu, das während den Hauptflugzeiten nach Mitternacht die Passagiermaschinen bis hinunter zum Cargoterminal geparkt werden müssen, wo uns die grad nicht vorhanden Busse hätten hin fahren sollen. Nach einer guten halben Stunde standen dann aber doch einige Busse bereit, die uns dann zur Maschine brachten.
Auch meine zwei Talismänner mussten mit mir warten. Aber das war ganz ok. Ich war entspannt und fürchtete nicht, das ich irgendwas verpasse.
In der Maschine angekommen, richtete ich mich für den Flug ein, vor allem zum Schlafen, damit ich in der Schweiz einigermassen ausgeruht ankommen kann.
Da ich in Flugzeugen ein chronischer Nichtschläfer bin, trotz Businessklasse und gestrecktem Liegen, kam ich bisher nie richtig zum Schlafen. Die Ohrstöpsel sind ja in erster Linie für hohe Töne konstuiert, aber nicht für das Brummen das das Flugzeug während des Fluges erzeugt. Und genau darauf reagiere ich. Nichts mit Schlaf bisher, und wenn, dann meistens nur zum dösen.
Ich habe mir nun einmal als Versuch aktive Kopfhörer gekauft, die eine eigene Stromversorgung mittels Batterie haben und die Umgebungsgeräusche fast vollständig ausblenden. Insbesondere das Rauschen während des Fluges. So konnte ich die ohne das Handy betreiben zu müssen die Kabel in der Brusttasche lassen und der Köpfhörer funktioniert trotzdem.
Und siehe da, es hat funktioniert. Ich konnte tatsächlich richtig schlafen, bis hin zu etwas REM-Schlaf. Wieder was gelernt.
Ansonsten war der Flug ereignislos und absolut ruhig.
Am Morgen des 1. Mai's landete ich dann in Zürich, wo mich die besten Eltern der Welt, nähmlich meine, empfangen haben und mich nach Hause nach Luzern brachten.

Sonntag, 5. Juli 2015

Ferrari World Abu Dhabi

Das Emirates national auto museum ist wirklich sehr beeindruckend, aber es ist nicht so gross, als das man dort einen ganzen Tag darin verbringen kann. Insbesondere, wenn die Temperaturen jetzt Ende April schon an der 40 Grad Marke kratzen.
So schlug Edgar also vor, das wir uns noch die Ferrari World auf Yas-island anschauen könnten.
Die Anlage steht direkt neben der Formel 1 Strecke und macht alleine schon wegen der schieren Grösse von diesem Riesendach mächtig Eindruck. Es ist der grösste Indoor Vergnügungspark der Welt und im Raum Abu Dhabi eines der wenigen Attraktionen wo man in der grössten Hitze des Sommers mit der ganzen Familie den Tag verbringen kann.
Die ganze Anlage ist unter einem 200'000m2 grossen Dach untergebracht, welches klimatisiert ist. Darin befinden sich neben Restaurants, Bankomaten und zahllosen kleinen Ständen auch die 18 Hauptattraktionen, von welchen einige ausschliesslich für Kinder reserviert sind, wo nicht einmal die Eltern auf die Bahn dürfen.
Für die Erwachsenen ist natürlich ganz klar die Torro Rosso Achterbahn das absolute Highlight, welches man sicher mal gefahren haben muss.
Keine andere Achterbahn auf der Welt beschleunigt von 0 auf 240km/h in knapp 3 Sekunden.
Das drückt ganz schön auf die Plomben im Mund. Die Bahn verläuft auf der Aussenseite der Halle und nur grad der Start und das Ziel sind überdacht. Gegen den Sand bekommt jeder Fahrgast noch eine Schutzbrille, die man wirklich anziehen sollte.
Die Belastung bei der Beschleunigung ist gewaltig und nicht unbedingt für schwache Kreisläufe.
Das Dach erstreckt sich von Spitze zu Spitze über mehr als 1 Kilometer.

Ich entschuldige mich für die schlechte Qualität der Bilder, denn die Fotos habe ich mit meinem alten Handy gemacht, weil ich einfach keine Lust hatte, die grosse Kamera ständig mitzuschleppen. Ich will ja auch mal etwas entspannen.

Durch die Wüste auf dem Weg vom Auto Museum Richtung Ferrari World, ca. 45km

Auf dieser Anlage kann man aus den geführten Autos heraus die Sehenswürdigkeiten von Italien anschauen. Die haben sich da ganz schön Mühe mit den Modellen gemacht. Selbst Wasserfälle, die in der Landschaft sind, wurden nachmodelliert.

Aber hauptsächlich gehts natürlich schon um Ferrari. Ganz gleich wo man hinschaut oder was man hört, es wird ständig das Ferrari-Logo gezeigt, genannt, gesungen oder auf allen Arten von Merchandising aufgedruckt, verkauft.
Das kann nach einer Weile ganz schön nerven. Wem es aber zu viel wird, kann gleich nebenan in der Yas-Mall ausspannen. Das Shoppingcenter ist etwa genau so gross wie die Ferrari World, mitsamt einem riesigen IKEA.

Hier kann man sich selbst als Formel-1 Pilot versuchen und diesem sehr realistischen Simulator seine Fahrkünste zu besten geben.


Zuguterletzt noch der Mittelpunkt der Halle. Der Trichter hat am obersten Punkt 100m Durchmesser und ist mit 10'000m2 Glasfläche das tragende Zentrum des Riesendaches.

Der Eintritt ist nicht gerade günstig, aber wem die Hitze dort mal zuviel ist, kann dort den ganzen Tag in einem riesigen, gekühlten Areal aufhalten. Aber bequemes Schuhwerk ist wichtig, da man sehr viel umherläuft.