Dienstag, 29. Dezember 2015

weiter in Patong umschauen....

Jetzt wo ich wieder mobil bin, kann ich mich wieder frei bewegen und so kann die Tour beginnen, mich bei all meinen Bekannten zurück zu melden.
Patong Beach ist ein sehr schnell lebiger Ort, dessen Gesicht sich in wenigen Monaten manchmal radikal verändern kann.
Auch diesmal stellte ich beim durchfahren durch Patong fest, das ich schon mindestens zwei Dutzend neuer Gebäude gesehen habe, die es letzte Saison noch nicht gab, freies Land war oder erst ein Loch im Boden.
Hier zum Beispiel an der Strandstrasse entlang im Banana Walk Center das neu erstellte Pimnara Beauty Center. Da war letzte Saison noch frei Fläche mit einem kleinen Markt.

Gleich daneben das Wine connection Restaurant (da muss ich auch mal was essen) und darunter ganz neu der Patong Beach Club mit Bar und grossen Liegestühlen von wo aus man etwas erhöht über die Strasse an den Strand schauen kann. Leider wird auch hier die Steuer und die Servicecharge erst am Schluss auf die Rechnung gehauen, was ich eine Frechheit finde.
Hier noch die eigentliche Bar, komplett mit DJ und Lärmanlage...

Aber auch im Jungceylon Einkaufscenter hat sich einiges getan. Die ganze schöne Karte, die ich mir vom Big C Supermarkt (etwas zu vergleichen mit der Migros und flächenmässig etwa 2mal so gross wie der Länderpark in Stans auf 2 Stockwerken) im Kopf erstellt habe, für den Arsch. Die haben das gesamte Ladenlayout geändert und alles, wo ich vorher wusste wo ich es suchen muss, umgestellt. Die Chemikalien zum Beispiel sind vom oberen in den unteren Stocke gewandert, die Spielsachen kamen rauf. Haushaltsabteilung wurde grösser. Und elektrisches wurde auch irgendwo hin verschoben. Jetzt muss ich mich wieder wie beim ersten mal durch den ganzen Warendschungel kämpfen und alles neu suchen.
Aber zum Glück gibts noch die Tiefgarage, die noch so organisiert ist, wie ich sie verlassen habe.
Das ist etwas weniger als ein Fünftel der Tiefgarage der Abteilung normale Motorräder. Im Hintergrund sieht man den Eingang mit der Rolltreppe zum Center. So siehts von morgens bis Abends aus hier unten mit einem würzig schweren Duft von Abgasen bei einer Temperatur von weit über 30 Grad.

Aber die Sonderverkäufe in den vier Haupthallen sind geblieben. Fast wöchentlich gibt es eine Aktion entweder eines Ladens aus dem Center oder für ein bestimmtes Produkt, wie Koffer, Kleider oder Schuhe oder Badezeug. Aber auch schon Autos wurden hier zu Sonderkonditionen angeboten.
Als Tourist bekommt man ja die Steuer von 6% Prozent zurück, dazu gibts dann noch mal 5 % Touristenrabatt. Und das ganzjährig. Für Thailand zwar immer noch zu teuer, aber den Touristen gefällts.


Samstag, 26. Dezember 2015

ankommen und sich umschauen

Wie immer wenn ich in Phuket angekommen bin, macht sich natürlich auch die Zeitverschiebung von 6 Stunden deutlich bemerkbar. Also mein Körper hat nach wie vor Europazeit intus und somit erst am frühen Nachmittag.
Müde war ich von der Reise auch nicht, da ich ja in Abu Dhabi schlafen konnte und die beiden Flüge ja nur je etwas mehr als 6 Stunden dauern.
Daher also Outfit warm, sprich, Shirt und kurze Hosen. Mit meiner Mitbewohnerin Ayar fuhr ich dann erst in die Stadt, wo ich dann von einer Bekannten ihr Motorrad mieten kann.
Dieses mal miete ich das Bike von einer Privatperson. Die Frau ist im 7. Monat schwanger und ihr Mann sitzt noch ein paar Monate irgendeine Strafe im Gefängnis ab. Hier wird man relativ schnell, auch bei kleinen Vergehen ins Gefängnis verfrachtet, auch wenn es nur etwas im Strassenverkehr war, wo man meinen könnte, das eine Busse auch tut. Mit dem Geld aus der Bikemiete kann sie so ihren Mann in Haft mit etwas besserem Essen versorgen.
Aber auch ich habe einen gewissen Vorteil davon: Denn die Miete für den Scooter ist nur etwa halb so hoch, wie ich sonst etwa bezahle. Also spare ich dadurch natürlich Geld.
Ich habe das mit meiner Versicherung geklärt und ich bin über die Fremfahrzeugversicherung aus der Schweiz abgedeckt. Bei einem offiziellen Vermieter immer drauf achten, das eine Versicherung dabei ist, sonst könnte es dann arg ins Geld gehen.
So habe ich also mein Bike übernommen und bin damit erst mal zur Honda Garage für eine Kontrolle gefahren.

Das wird also mein Töff Töff für die nächsten Monate sein. Eine 125er Honda Click. Die Dinger gibt es hier wie Sand am Meer. Als Töffmechaniker in Thailand hat man hier wirklich echt was zu tun.
Das passende Nummernschild brauchts natürlich auch.

Und das höllisch mit allen Schikanen ausgestattete Cockpit.
Die Überprüfung benötigte eine neue Batterie, eine neue Zündkerze und das komplette auffüllen vom Hydraulik-Öl im Bremssystem. Gesamtkosten umgerechnet 18.-CHF inkl. Arbeit.
Man tut also gut daran, ein wenig Geld in die eigene Sicherheit zu investieren.

Auch einen neuen Helm habe ich mir gekauft, da meine Mitbewohnerin Ayar noch "meinen" doch sehr schätzen gelernt hat. Der hat ja ein Gesamtvisier, was ihr ermöglicht, darunter eine Sonnenbrille zu tragen. Aber auch der Fahrtwind wird dadurch vom Gesicht abgehalten, was spätestens beim entlangfahren an der Strandstrasse Gold wert ist, wenn einem den Sand nicht ständig ins Gesicht weht.
Die Thais reagieren trotz Gesetz noch immer noch allergisch auf das Helm tragen. Das Gerücht hält sich noch immer hartnäckig, das man vom Helmtragen auf der Kopfhaut Ausschlag bekommt und einem die Haare ausfallen. Die Frauen haben aber vorwiegend Angst um ihre Frisur. Obwohl die Thais ja alle gerade Haare haben und die meisten nur einen Pferdeschwanz oder etwas ähnliches zu einem Knoten zusammenbinden, ist es natürlich absolut ausgeschlossen, das man sich die Frisur durch einen hasslichen Helm ruiniert.
Da nun Ayar mein Helm dermassen gefällt und sie ihn täglich aufsetzt, was mich natürlich sehr freut, habe ich mir also einen neuen Helm besorgt.
 Natürlich gehört der Fuss für die GoPro Kamera sofort auch wieder draufmontiert...
In dem Sinne, gute Fahrt.

Dienstag, 22. Dezember 2015

...und weiter nach Phuket

Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigem Frühstück machte ich mich wieder bereit und lief wieder zurück ins Terminal.
Am Abend davor hatte ich noch Kontakt mit meinem guten Freund Edgar, der gerade aus Melbourne auf dem Weg zurück nach Abu Dhabi war. Seine Ankunftszeit würde reichen, das wir uns treffen könnten, bevor dann mein Flug abheben würde.
Dummerweise war mir nicht klar, das er als Flugkapitän nach dem Flug auch wieder im Land einreisen muss und er dann eben keinen Zugang mehr hat ins Areal, wo die Passagiere die Flüge besteigen. Ich war der Meinung, das wir uns da irgendwo treffen. Leider sind aber die Büros der Crew eben ausserhalb dieses Bereichs und so haben wir uns verpasst.
Sehr schade.

Wir trafen uns ja mal vor ein paar Jahren auf einen Kaffee in Abu Dhabi, bevor ich dann weiter flog. Könnte schon fast meinen ich wäre ein Jet-Setter.....bin aber immer fasziniert, wenn es dann doch klappt, sich mit Freunden irgendwo auf der Welt zu treffen.

Auch dank des Internetzugangs in den Flugzeugen, der jetzt mehr und mehr eingeführt wird, ist das für mich etwas ganz unglaubliches und höchst faszinierendes, das das so funktioniert.
So habe ich mit Edgar von der 787-9 in der ich sass, mit seinem Flug, der gerade in Melbourne gestartet war über WhatsApp mit ihm kommuniziert. Also Flugzeug zu Flugzeug übers Internet.
Die Verzögerung über diese Riesendistanz war nur minimal. Wahnsinn.

Aber eben, jetzt ging ja für mich das Boarden wieder los. Diesmal wie gebucht, die Business Class. Eine First gibt es zurzeit auf dieser Strecke nicht, sonst hätte die mich in Zürich bestimmt auch noch hier unterbringen können.

Diesmal war es Sitz 11A also wieder ein Fensterplatz. Und bei einem Tagesflug sicher interessant, etwas zu sehen. Auch die Sitzrichtung war wieder nach vorne gerichtet.
Das Flugzeug war diesmal eine Boeing 777-300.


Hier noch das obligate Selfie, obwohl ich mich eigentlich nicht so sehr selbst fotografieren mag. Aber das gehört halt heute irgendwie dazu.



Wer möchte, kann sich hier den Start von Abu Dhabi aus ansehen (ca. 4min.). Der Start ging erst gegen Osten, dann an der Küste entlang über den Oman und dann weiter übers Meer nach Indien, Andaman See und Schliesslich nach Phuket.

Hier noch ein paar Handyshots zwischen Abu Dhabi und den Bergen vom Oman:

Mitten in der Wüste findet man Strassenkreisel. Die Wüste lebt...hier die Kreuzung Al Hayer Road und die E75 (von oben nach unten) in den Emiraten.

Der Flughafen von Al Ain und ein Teil von Al Ain...


Die spektakuläre Berglandschaft vom Oman. Wenn man genauer hinschaut, findet man fast in jedem grösseren Tal irgendwo eine Siedlung. Erst aus der Luft merkt man wie dicht die Wüste in diesem Teil tatsächlich schon besiedelt ist.

Später haben uns dann für etwa 15 Minuten zwei Boeing 777 der Emirates begleitet. Irgendwann korrigierten dann beide nur ein paar Grad und glitten unter uns hinweg weiter zu ihren Zieldestinationen. So nahe habe ich andere Linienflüge noch selten gesehen. Aber mit dem heute dichten Netz wird das wohl zukünftig die Normalität sein.


Dies sind bereits die Wolken über der Andamanen See. In diesem Gebiet zwischen Indien und Thailand gings wettermässig grad etwas arg zu und her. Auf jeden Fall kam das Anschnallzeichen häufiger. Selbst die Crew musste sich mehrmals hinsetzen und sich anschnallen. Aber ein bisschen Schütteln hat noch kaum jemand geschadet. Bisschen Achterbahn.

Zu Essen gabs natürlich auch. Im Gegensatz zur First, wählt man hier einfach aus und sagt wann man in etwa Essen möchte. Die Qualtiät des Essens ist aber in keiner Hinsicht schlechter und ein Genuss.

 Hier die Vorspeise..

...und der Hauptgang.

Nachdem wir kurz vor Phuket noch durch ein paar Gewitterzellen flogen, landeten wir dann vom Westen her auf dem Phuket International beim Sonnenuntergang.
Da die Passagiere der Business zuerst aussteigen dürfen, war ich einer der ersten, die an der Einreisekontrolle ankamen. Dort war grad Schichtwechsel und alle Beamten standen grad in Reih und Glied für die Ablösung.
Was für ein Gefühl, wenn man ins Areal der Immigration kommt und 25 Uniformierte grad das "Männchen" klopfen. Das war ja mal vielleicht ein Empfang.
Da ich einer der ersten war, konnte ich sogleich an den Schalter, zeigte dem Offizier meinen Pass mit dem Visum und der Arbeitserlaubnis. Der fragte dann nach, "ah, sie fotografieren! Welche Marke benutzen sie denn?" Ich antwortete mit:"Canon" und kriegte gleich den Stempel in den Pass.
Vom Flieger durch die Immigration ans Gepäckband innerhalb von 2 Minuten dürfte für Phuket wohl ein neuer Einreise-Rekord sein.
Daraufhin muss man sich ja noch traditionell für die Fahrt vom Flughafen nach Patong vom Taxifahrer abzocken lassen, was sich zurzeit so im Level von ca.26.-CHF bewegt.
Mein Fahrer musste noch Autogas tanken, und netterweise stellte er dabei den Taxameter gar nicht ab. Der lief in der Tankstelle schön weiter. Mir das gar nicht gepasst, aber einen Streit wegen 3 Rappen beginnen war mir dann auch zu blöd. Aber ich dem gehe ich dann noch nach, ob das überhaupt legitim ist.

Kurz nach 19 Uhr kam ich dann in meinem zweiten Zuhause in Patong an, wo ich dann voller Freude von meiner Mitbewohnerin und Hausengel sogleich umarmt wurde und kaum noch Luft bekam.

So, jetzt mal auspacken, duschen, umziehen und dann auf die grosse "Hallo, ich bin wieder da Tour" gehen.


Sonntag, 20. Dezember 2015

Eine Nacht in Abu Dhabi

Wie schon erwähnt, ist die Flugverbindung von Zürich nach Phuket nicht unbedingt grad super aufeinander abgestimmt.
Dies ist dürfte wohl auch ein Zugeständnis daran sein, das halt viele Fluggesellschaften von Direktflügen umgestellt haben und seit einigen Jahren ihren Verkher jeweils über ihren Heimatflughafen abwickeln.
So geht es nun halt auch mir. Der Flug ab Zürich geht ja jeweils am Vormittag und ich lande in Abu Dhabi am Abend.
Der Flug von Abu Dhabi nach Phuket geht dann eben auch am Morgen. So habe ich also eine Nacht, die ich irgendwie herum bekommen muss. In meinem Fall sogar gute 12 Stunden.
Da die Araber es eben auch als Leistung anschauen, kalte Luft zu erzeugen mit ihren unglaublichen Klimaanlagen, ist es für mich im Terminal für so eine lange Zeit einfach viel zu kalt. Wir reden hier von Temperaturen um die 20°C innerhalb des Terminals. Der Effekt wird noch viel brutaler, wenn es draussen dann richtig heiss ist. Da kriegt man dann schon das Gefühl, das es im Terminal demnächst schneien könnte.
Leider reagiere auf solche Temperaturunterschiede schnell einmal mit Schnupfen, was ich dann so gar nicht ab kann.
Dazu kommt noch, das es für einen langen Aufenthalt im Terminal schlicht zu unbequem ist. Die Sitzbänke habe alle Armlehnen, daher ist liegen darauf unmöglich ausser in Sitzposition. Direkt auf dem Boden ist auch nicht so toll, da hat das Personal nicht so Freude, wenn die Putzmannschaft auftaucht. Es ist aber interessant zu sehen, wie ein sehr grosser Teil der Passagiere die Decken aus den Flugzeugen mitnehmen, um sich eben so im Terminal warm zu halten. Speziell bei Indern, Bangladeshi und alle aus dem Gebiet. Dazu kommt noch die permanente Geräuschkulisse von Durchsagen, Leuten und den Putzmaschinen. Das lässt sich mit Geräuschunterdrückenden Kopfhörern nicht ausblenden. UND ES IST EINFACH UNBEQUEM.

Da Abu Dhabi wie alle anderen Flughäfen auf der Welt auch, im Prinzip eine permanent offene Baustelle mit Flugbetrieb ist, war der Weg zum Hotel etwas umständlicher.
Gerade in dem Areal wird grad umgebaut, wo eigentlich der Weg vom Terminal direkt zum Hotel wäre. Also muss ich raus, um das Terminal und ein Parkhaus herum und den Hoteleingang suchen.

Eigentlich gäbe es innerhalb des Terminals ja auch ein Hotel, für das ich ursprünglich buchen wollte. Dies wird aber genau jetzt mehrere Monate renoviert. Auch die auf dem Terminal verteilten Schlafboxen wären eine Idee gewesen. Aber da hat man die Möglichkeit zu resevieren wieder aufgegeben. Und ich weiss aus Erfahrung, das diese am Abend immer besetzt sind.
Also das nächste Hotel gesucht und mit dem Premier Inn Hotel Abu Dhabi direkt neben dem Terminal fündig geworden.
Nachdem ich an der Reception den Pass zeigte, tauchte auch meine Reservierung auf und 2 Minuten später konnte ich das Zimmer auch bereits beziehen.

Das Zimmer war geräumig und bot alles, was man braucht, inklusive Gratis W-Lan ohne mühsames Passwort (gell liebe schweizer Hotels, überall in der Welt ist W-Lan gratis in Hotels, nur bei Euch noch selten oder gar nicht)

Alles ist augenscheinlich sauber, die Lampen leuchteten auch alle und die Geräte wie Wasserkocher oder Föhn sind neueren Datums und ebenfalls sauber. Für 3 Sterne kann aus meiner Sicht hier gar nicht wirklich was meckern.

Einzig die Kissen, es hat zwar zwei, aber ich mag nun mal gerne den Kopf etwas höher gelegt, weshalb ich dann die beiden jeweils übereinander staple.

Auch die Nasszelle, sogar mit Badewanne, ist sauber verarbeitet und auch sauber geputzt.
Nein, ich hab kein Schwarzlicht dabei und ich gehe nicht wie Nina Heinemann von Holiday Check (fb Profil) auf die Suche nach Haaren, Fingerabdrücken und Spritzer.

Wie schon erwähnt, was man für die Tageshygiene alles braucht, war im Zimmer vorhanden. Von der Zahnbürste bis zur Badekappe und Duschmittel, sogar ein Einwegrasierer. Es ist also nicht nötig, seine Toilettenartikel im Handgepäck mitzuschleppen. Und für eine Nacht erst recht nicht.
Also mal Kleider weg, schön duschen, danach noch im Internet mich wieder akualisieren und Gute Nacht alle zusammen.....

Freitag, 18. Dezember 2015

Die Reise von Zürich nach Abu Dhabi

Wie jedes Jahr, wenn der Winter langsam Einzug hält und es immer kälter wird, ist der Drang nach Wärme in mir entsprechend am grösser werden.
Zumal ich mir in Phuket mittlerweile doch ein recht gemütliches Heim eingerichtet habe, was ich natürlich mit dem immer schlechter werdenden Wetter in der Schweiz um so mehr vermisse. Auch meine Mitbewohnerrin Ayar hat hier zur Einrichtung sehr beigetragen.
Insbesondere dann, wenn man aus dem Fenster schaut und einem so eine Depression gegen das Fenster schlägt:
Aber zum Glück habe ich ja mein Ticket bereits und ich kann mehr oder weniger gelassen dem Ganzen entgegen blicken.
Dennoch gibt es jedesmal doch einiges zu beachten, damit meine Reise ohne Probleme verläuft und ich möglichst an alles denke, was ich mitnehmen will. Nachdem noch alle Checks beim Arzt gemacht sind und ich alle Medis für meinen Aufenthalt zusammen habe, konnte ich dann doch bald mit Packen beginnen.
Und immer vor so einem grossen Trip, verbringe ich die Nächte vor der Abreise meist schlaflos, weil ich im Kopf das ganze Gepäck immer und immer wieder neu packe und entscheide, was ich nun endgültig mitnehme und was lasse ich hier. Dies, auch wegen des Gesamtgewichts meiner Ausrüstung. Aber das Business Class Ticket gibt mir noch etwas Spielraum für ein paar extra Kilos.
Bei den Kleidern und Toilettenartikeln habe ich da bedeutend weniger Probleme, weil ich mein fixes Set habe, was jeweils mitkommt. Die restlichen Kleider habe ich ja im Haus in Phuket. Auch Toilettenartikel bekommt man in Phuket von allen Marken im grossen Supermarkt oder im 7Eleven Shop um die Ecke.
Wegen der zeitlich schlechten Verbindung der Flüge von Zürich nach Phuket, muss ich eine Nacht in Abu Dhabi verbringen. Aus Erfahrung weiss ich, das die Nacht im Flughafenterminal auf den Bänken oder Sitzen unbequem, kalt und mühsam ist und ich so keine Ruhe finden werde. Daher buchte ich mir ein Zimmer direkt neben dem Airport im Premier Inn Hotel. Somit ist für Ruhe, eine Dusche und ein anständiges Bett gesorgt und ich kann entspannt Reisen. Was ich dort vor Ort brauche gibts ja bereits im Zimmer oder ich bekomme es im Flieger. Also Zahnbürste, Duschmittel und das ganze Zeug.
Kurz vor der Abreise gehört natürlich noch ein Besuch bei meinen Eltern dazu und das Wetter meinte auch, es könnte mich noch mit etwas Winterromantik umstimmen. Aber nicht mit mir.

Und so war es dann am 3. Dezember endlich soweit. Gepackt, entspannt und Reisefertig. Ein langjähriger Freund fährt mich heute wieder einmal mehr zum Flughafen. An der Stelle noch einmal ein herzliches Danke dafür.
So sieht dann in etwa mein Gepäck aus, schön Ton in Ton in Schwarz. Auch ich bin schwarz gekleidet, einfach weil es mir wohl darin ist und mir die Farbe gefällt. Hinzu kommt natürlich ein gewisser Dresscode von der Airline, den ich natürlich einhalten will. Hat mir schon einige zusätzliche Annehmlichkeiten eingebracht.
Pünktlich hat mich mein Bekannter dann abgeholt und wir fuhren noch durch die letzten Nachwehen des täglichen Rush-Hour Wahnsinns durch Zürich auf den Flughafen.
Parkieren alles auspacken und ab zum Check-in.
Die nette Dame meinte während des Prozesses dann, ob ich vielleicht in die First Class möchte, weil Abteilung leer. JACKPOT!!! Ich konnte es kaum fassen und hatte Mühe, nicht gleich loszujubeln als sie mir das Ticket in die Hand drückte.
Das mein Ego sich dabei gleich einige Stockwerke höher verabschiedet hat, versteht sich vermutlich von selbst. Ich hatte echt Mühe das zu realisieren.
Und wieder einmal hat mir eine anständige Bekleidung einen Riesen Überraschung bereitet. Wenn das schon so anfängt, dann kann es gerne so weitergehen.
Nach einen kurzen Abschiedsdrink mit meinem Bekannten gings dann zum Boarding.

Hier der Beweis. Mein erstes First Class Ticket bei Etihad Airways....YESSS!!!
Durch den Sicherheitscheck gehts natürlich auch entspannter in der First Class, weil weniger Leute, dafür wichtiger. Heute gehöre ich jetzt auch mal dazu (platzend vor Stolz)...
Man darf als erster einsteigen, man hat Platz und die Crew kümmert sich um alles. Das ist das Grösste...

Etihad fliegt Zürich mit einer brandneuen Boeing 787-9 an und zur Begrüssung gibts erst mal einen kleinen Sekt mit Snack und einer Begrüssungskarte.

In der ersten Klasse sind die Sitze voneinander getrennt und lassen sich wie Abteile mit zwei halb hohen Schiebetüren vom Gang trennen um so seine Ruhe zu haben. Ein kleiner Kleiderschrank ist in der Tür integriert und pro Sitz stehen einem sage und schreibe drei Fenster zur Verfügung. Dazu gibts einen Bademantel und Hausschuhe. Hier im Bild noch der kleine Getränkekühler in der mehr als grosszügigen Armlehne an der Aussenseite.

Hier der Blick auf den Monitor und das andere Ende meiner Kabine. Das sich der Sitz zu einem flachen Bett, wo man drin ausgestreckt liegen kann, mittels Servomotoren umbauen kann versteht von selbst.

Hier noch ein Hochkantbild, damit den Fussraum mit dem Kissen, Decke, Bademantel, Haussschuhen, Toilettentasche auch noch sieht. Dazu kann man mit den Schaltern die Beleuchtung sehr individuell anpassen, wie es einem grad beliebt.
Kurz vor dem Abdocken kommt dann der Bordkoch vorbei und bespricht mit einem die umfangreiche Karte und was man zu welcher Zeit am liebsten serviert bekommen möchte. Ich muss gestehen, das dies für mich sehr ungewohnt war und ich erst Mühe hatte zu akzeptieren, das so anzunehmen, das das nun mal genau der Job von der Crew ist. Das sie für einen einfach alles machen und die Wünsche erfüllen.


Da es schön und kalt war, rollten wir nach dem abdocken zur Enteisungsstation um danach endlich Richtung Wärme abzuheben.
Auch ganz neu für mich war, das mein Sitz 1A in der First Class gegen die Flugrichtung plaziert war. Ich flog also mit Sicht nach hinten. Und ich muss sagen das was sogar sehr angenehm, weil ich so mehr zu sehen bekomme. Und in der Luft ist es dann eh egal, wie herum man sitzt.

Hier der Blick auf die Stadt Zürich mit dem Flughafen.

Dies ist dann bereits über den rumänischen Karpaten, wo die Berge wie Inseln im Meer aus dem Nebel hervorschauen.

Die Boeing 787-9 hat übrigens keine Schieber mehr als Sonnenschutz. Die Scheiben werden elektronisch polarisiert und so in mehreren Stufen abgedunkelt. In der First Class mit den drei Fenstern ist dann so geschaltet, das ich nur ein Fenster abdunkeln musste und die anderen beiden folgten dann Sekunden später. Diese Fotos hier habe ich mit dem Handy bei 50% Verdunkelung geschossen. Man sieht vielleicht etwas Farbveränderungen welche eben durch Polarisation hervorgerufen wird.

Ach ja, wenn schon ein Koch vorbeischaut, dann gibts wohl auch mal was zu Essen.
Ich glaube das ist Diskussionslos und man geniesst nur noch....
Man beachte die Grösse des Tischs, welcher in der Armlehne gefaltet, verstaut ist.

Dazu gabs Tiger-Garnelen....

und zum Schluss was anständiges, Beef-Tenderloin mit Kartoffelstock....
Der Flug bis Abu Dhabi verlief somit also komplett stressfrei, entspannt und BESSER GEHTS NICHT......Kurz nach 19 Uhr Ortszeit landeten wir dann nach Plan in Abu Dhabi.


Donnerstag, 17. Dezember 2015

Der Sommer 2015

Jaja, ich weiss, Ihr wartet schon alle sehnsüchtig darauf, das es wieder neue Einträge hier in meinem kleinen Tagebuch für meine Zeit in Phuket gibt.
Schliesslich bin ich ja einfach wieder abgehauen und bereits schon volle 2 Wochen hier.

Aber erst möchte ich im Kurzen noch den Sommer beschreiben:

Da ich von der Fotografie alleine leider noch nicht ganz leben kann, bemühte ich mich ja schon Wochen vor meiner Rückkehr um eine Stelle für den Sommer, um Finanzierungslücken schliessen zu können. Was liegt da also näher, als das man sich bei den ehemaligen Arbeitgebern wieder bewirbt, wo es einem ja gefallen hat.
Gesagt, getan und so kehrte ich also motiviert in die Schweiz zurück, damit ich mich dann bei eben diesen Arbeitgebern wieder zeitlich befristet, wieder zeigen kann und vielleicht Ferienablösungen übernehmen könnte.
Leider musste ich die bittere Lektion lernen, das zusagen von Firmen, die einem erst mitteilen, "kommen Sie zurück in die Schweiz, dann schauen sie doch gerne mal vorbei" in etwa so ernst gemeint sind wie das "wie geht es dir?" beim Begrüssen. Nämlich nur warme Luft, die nicht mal ausreicht, um einen Kaffee zu wärmen.
Etwas enttäuscht, reagierte ich darauf sofort und stellte meine Unterlagen natürlich umgehend auch den Stellenvermittlern zur Vefügung. Aber auch da, viel bla bla und nichts dahinter. Angebliche Interssenten lösten sich plötzlich in Luft auf, oder die Firma entschied sich für jemand anders, trotz geringerer Qualifaktion.
Speziell erwähnenswert ist hier noch die Firma Securitas Sektion Luzern, dessen Personalabteilung wohl die am wenigsten motivierteste war, mit ich es je zu tun hatte. Für die Empfangsbestätigung meiner Unterlagen musste ich zweimal anrufen, um sie zu bekommen. Danach verschob man das Datum der Benachrichtigung, ob ich denn überhaupt zum Personalbestand gehören könnte, dreimal. Und auf eine konkrete Stelle, zeitlich befristet, musste ich auch wieder selbst aktiv werden, weil Securitas ihre eigenen Daten zu Antwort einfach nicht einhielt. Nach zwei Anrufen bekam ich dann meine Unterlagen mit einer Absage zurück.

In der Zwischenzeit kontaktierte ich natürlich auch mein Netzwerk von ehemaligen Arbeitskollegen, damit die sich für mich auch etwas umhören, wo ich vielleicht für den Sommer untekommen könnte.
Die Wochen dazwischen, verbrachte ich dann vorgänglich damit, meine erste Geschäfts-Steuererklärung zu erstellen und in den endlosen Abgründen der Buchhaltung zu verzweifeln.
Aber dank der Hilfe von der Firma HomeTax von Herrn Imfeld, brachten wir dann das Ganze doch zu einer Abgabewürdigen Steuererklärung zusammen. Und ich habe nun eine Vorlage für dieses Jahr.

Im Juli dann, bekam ich ein Nachricht von einem ehemaligen Arbeitskollegen, der sich zusammen mit einem anderen ehemaligen Arbeitskollegen selbstständig gemacht hat, das sie möglicherweise etwas Arbeit für mich hätten.
Gesagt, getan und ich fuhr nach Emmen zur Domino-Modul AG. Nachdem ich mich vorgestellt hatte konnte ich gleich am Nachmittag beginnen. Dabei konnte ich die Firma dabei unterstützen, ihr Produkteprogramm auf den neuesten Stand zu bringen und an Kundenaufträgen mitzuarbeiten.
So konnte ich mich wieder finanziell etwas aufrappeln und anfangen Pläne zu machen für die nächste Reise nach Phuket, um dort weiter meinem Geschäft nach gehen zu können.
Bald schon war der Abreisetermin klar und ich konnte mich dann vorbereiten.

Mehr im nächsten Blog. Versprochen, dann kommen auch Bilder dazu und die Texte werden nicht mehr ganz so lange sein.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Der zweite Tag in Abu Dhabi und der Flug in die Schweiz

Heute an meinem zweiten Tag in Abu Dhabi, begleitete ich meinen Kumpel Edgar in die Stadt, wo er noch einige Dinge zu erledigen hatte.
Ich persönlich finde es interessant, wenn man Teile von der Stadt sieht, die man als Tourist sonst nicht wirklich zu sehen bekommt. In seinem Fall waren wir noch am Hafen bei einer Tauchfirma.
Später am Nachmittag werden wir uns dann mit seiner Frau Claudia und seinen zwei Kindern treffen.
In der Zwischenzeit besuchten Edgar und ich wieder Yas-island, aber diesmal die Formel 1 Strecke direkt neben der Ferrari World.
Das letzte mal als ich hier war, gab es die Strecke noch gar nicht und alles war eine riesige Baustelle.
Wir beschlossen, noch etwas Kleines zu essen und besuchten das Yas Viceroy Abu Dhabi Hotel dort liessen wir uns dann auf dem Balkon mit direktem Blick auf die Rennstrecke nieder.
Wenn hier ein Rennen stattfindet, wird es wohl ganz anständig voll sein.
Die 5 Sterne die das Hotel hat, spürt man schon bei der Ankunft, wo man sein Auto einfach vor dem Eingang stehen lassen kann und es dann von einem Fahrer ins Parkhaus gefahren wird.

Ich dacht mir schon, das einem das Geld hier schon in der Hosentasche verdunstet bei so einem noblen Laden. Aber zu meiner Überraschung waren die Preise auch nicht höher als wir es uns in der Schweiz gewöhnt sind. Auch das Essen ist auf Top-Niveau mit schweizer Preislevel oder sogar noch günstiger. Und das allerwichtigste: Man ist hier Gast und wird dementsprechend freundlich und zuvorkommend behandelt.
Hier auf dem Balkon wo wir dann auf unseren asiatischen Snack warteten, den wir bestellt hatten. In der Zeit konnte ich aller Ruhe, nachdem ich natürlich gefragt hatte, auf dem Balkon herumlaufen und Fotos machen. Es waren grad nicht so viele Gäste da, die meistens gegen Abend dann kommen, wenn es nicht mehr so heiss ist.
Hier ein Panoramabild auf die Rennstrecke. Von hier aus sitzt man dann schon extrem nahe am Rennen und dürfte wohl sehr exklusiv sein. Im Augenblick wurde auf der Strecke grad ein Wasserstand für Läufer eingerichtet.
Auf diesem Bild sieht man das zweite Gebäude vom Yas Viceroy wo vor allem Zimmer sind. Die ganze Fassade ist komplett weiss. Abends wird dann die Aussenhülle mit farbwechselnden LED's komplett beleuchtet. Ich persönlich finde tagsüber das Hotel in Schwarzweissbildern viel interessanter.

Kurze Zeit darauf fuhren Edgar und ich dann ein paar Strassen weiter zum Park Inn Radisson Hotel wo wir Edgar's Frau und die Kinder am Hotelpool trafen.
Er und seine Familie sind hier Stammgäste und seine zwei Kinder geniessen das hier sehr. Die zwei kennen nahezu das ganze Personal beim Namen. So verbrachten wir entspannt noch den späten Nachmittag bis zur Dämmerung.
Hier noch ein Sonnenuntergangsbild vom der Terasse des Restaurants.
Nach einem tolle Nachtessen machten wir uns mit den zwei völlig ausgepowerten Kindern wieder zurück in die Wohnung, wo ich jetzt noch meine Sachen packte und meine Abreise vorbereitete.

Kurz nach 23 Uhr brachte mich Edgar noch auf den Flughafen. Das einchecken war innert Sekunden erledigt und ich verabschiedetet mich noch von ihm. Wir werden uns ja bereits im Juli mit seiner ganzen Familie in Schweiz wieder sehen.
Anscheinend ging kurz vor dem Boarden organisatorisch etwas schief. Auf jeden Fall konnten wir einchecken und warteten nun auf die Busse, die uns zur Maschine bringen sollten. Leider waren aber keine Busse für diesen Flug bestellt und so mussten diese erst organisiert werden.
Der Flughafen Abu Dhabi platzt zurzeit mit den Flugzeugen aus allen Nähten und das neue Terminal ist noch nicht fertig. Etihad expandiert mit ihrer Flotte dramatisch. Sie nehmen alle paar Wochen eine neue Maschine in Betrieb. Mehr Destinationen mit mehr Flugzeugen.
Das führt nun dazu, das während den Hauptflugzeiten nach Mitternacht die Passagiermaschinen bis hinunter zum Cargoterminal geparkt werden müssen, wo uns die grad nicht vorhanden Busse hätten hin fahren sollen. Nach einer guten halben Stunde standen dann aber doch einige Busse bereit, die uns dann zur Maschine brachten.
Auch meine zwei Talismänner mussten mit mir warten. Aber das war ganz ok. Ich war entspannt und fürchtete nicht, das ich irgendwas verpasse.
In der Maschine angekommen, richtete ich mich für den Flug ein, vor allem zum Schlafen, damit ich in der Schweiz einigermassen ausgeruht ankommen kann.
Da ich in Flugzeugen ein chronischer Nichtschläfer bin, trotz Businessklasse und gestrecktem Liegen, kam ich bisher nie richtig zum Schlafen. Die Ohrstöpsel sind ja in erster Linie für hohe Töne konstuiert, aber nicht für das Brummen das das Flugzeug während des Fluges erzeugt. Und genau darauf reagiere ich. Nichts mit Schlaf bisher, und wenn, dann meistens nur zum dösen.
Ich habe mir nun einmal als Versuch aktive Kopfhörer gekauft, die eine eigene Stromversorgung mittels Batterie haben und die Umgebungsgeräusche fast vollständig ausblenden. Insbesondere das Rauschen während des Fluges. So konnte ich die ohne das Handy betreiben zu müssen die Kabel in der Brusttasche lassen und der Köpfhörer funktioniert trotzdem.
Und siehe da, es hat funktioniert. Ich konnte tatsächlich richtig schlafen, bis hin zu etwas REM-Schlaf. Wieder was gelernt.
Ansonsten war der Flug ereignislos und absolut ruhig.
Am Morgen des 1. Mai's landete ich dann in Zürich, wo mich die besten Eltern der Welt, nähmlich meine, empfangen haben und mich nach Hause nach Luzern brachten.

Sonntag, 5. Juli 2015

Ferrari World Abu Dhabi

Das Emirates national auto museum ist wirklich sehr beeindruckend, aber es ist nicht so gross, als das man dort einen ganzen Tag darin verbringen kann. Insbesondere, wenn die Temperaturen jetzt Ende April schon an der 40 Grad Marke kratzen.
So schlug Edgar also vor, das wir uns noch die Ferrari World auf Yas-island anschauen könnten.
Die Anlage steht direkt neben der Formel 1 Strecke und macht alleine schon wegen der schieren Grösse von diesem Riesendach mächtig Eindruck. Es ist der grösste Indoor Vergnügungspark der Welt und im Raum Abu Dhabi eines der wenigen Attraktionen wo man in der grössten Hitze des Sommers mit der ganzen Familie den Tag verbringen kann.
Die ganze Anlage ist unter einem 200'000m2 grossen Dach untergebracht, welches klimatisiert ist. Darin befinden sich neben Restaurants, Bankomaten und zahllosen kleinen Ständen auch die 18 Hauptattraktionen, von welchen einige ausschliesslich für Kinder reserviert sind, wo nicht einmal die Eltern auf die Bahn dürfen.
Für die Erwachsenen ist natürlich ganz klar die Torro Rosso Achterbahn das absolute Highlight, welches man sicher mal gefahren haben muss.
Keine andere Achterbahn auf der Welt beschleunigt von 0 auf 240km/h in knapp 3 Sekunden.
Das drückt ganz schön auf die Plomben im Mund. Die Bahn verläuft auf der Aussenseite der Halle und nur grad der Start und das Ziel sind überdacht. Gegen den Sand bekommt jeder Fahrgast noch eine Schutzbrille, die man wirklich anziehen sollte.
Die Belastung bei der Beschleunigung ist gewaltig und nicht unbedingt für schwache Kreisläufe.
Das Dach erstreckt sich von Spitze zu Spitze über mehr als 1 Kilometer.

Ich entschuldige mich für die schlechte Qualität der Bilder, denn die Fotos habe ich mit meinem alten Handy gemacht, weil ich einfach keine Lust hatte, die grosse Kamera ständig mitzuschleppen. Ich will ja auch mal etwas entspannen.

Durch die Wüste auf dem Weg vom Auto Museum Richtung Ferrari World, ca. 45km

Auf dieser Anlage kann man aus den geführten Autos heraus die Sehenswürdigkeiten von Italien anschauen. Die haben sich da ganz schön Mühe mit den Modellen gemacht. Selbst Wasserfälle, die in der Landschaft sind, wurden nachmodelliert.

Aber hauptsächlich gehts natürlich schon um Ferrari. Ganz gleich wo man hinschaut oder was man hört, es wird ständig das Ferrari-Logo gezeigt, genannt, gesungen oder auf allen Arten von Merchandising aufgedruckt, verkauft.
Das kann nach einer Weile ganz schön nerven. Wem es aber zu viel wird, kann gleich nebenan in der Yas-Mall ausspannen. Das Shoppingcenter ist etwa genau so gross wie die Ferrari World, mitsamt einem riesigen IKEA.

Hier kann man sich selbst als Formel-1 Pilot versuchen und diesem sehr realistischen Simulator seine Fahrkünste zu besten geben.


Zuguterletzt noch der Mittelpunkt der Halle. Der Trichter hat am obersten Punkt 100m Durchmesser und ist mit 10'000m2 Glasfläche das tragende Zentrum des Riesendaches.

Der Eintritt ist nicht gerade günstig, aber wem die Hitze dort mal zuviel ist, kann dort den ganzen Tag in einem riesigen, gekühlten Areal aufhalten. Aber bequemes Schuhwerk ist wichtig, da man sehr viel umherläuft.

Dienstag, 30. Juni 2015

Das Emirates national auto museum Abu Dhabi

Nachdem ich nun die ganze Familie von meinem langjährigen Freund Edgar begrüssen konnte, überlegten wir nun, was wir wohl heute alles anstellen könnten.
Das letzte mal war ich 2009 in Abu Dhabi. In der Zeit haben sie die Stadt fast komplett nocheinmal neu gebaut, wenn man sieht wie sich diese tolle Stadt in 6 Jahren enorm vergrössert hat.
Das letzte mal waren die meisten Projekte noch in Planung, oder man schob den Sand schon mal auf die Seite.
Dazu gehörten die grosse Linse, oder alles auf Yas island, wo die Formel 1 Strecke steht, die Hotels oder der Ferrari Park. Auch wurden sehr viele Autobahnverbindungen geschlossen, wo sich vor 6 Jahren noch Baustellen oder erst mal Profile befanden. Es ist unglaublich, mit welcher Geschwindigkeit sich die Stadt verändert und grösser wird. Einfach toll.
Da ich aber die grossen Highlights in der Innenstadt schon kannte, wie die Moschee oder das Emirates Palace Hotel oder die Bucht mit dem Einkaufszentrum, schlug Edgar dann vor, das wir uns das Emirates national auto museum anschauen könnten.
Da war ich schon sehr dran interessiert, da ich ja die Vorlieben der Scheichs kenne und mir gut vorstellen konnte, das hier wohl einige verrückte Fahrzeuge herum stehen könnten.
Ich sollte nicht enttäuscht werden. So fuhren Edgar und ich los der Autobahn entlang Richtung Südwesten und dann nach Süden. Nach guten 30 Kilometern mitten im (noch) Nirgendwo entlang der Autobahn 65, die Richtung Grenze zu Saudi Arabien führt, wo es wirklich nichts anderes als Sand hat, erreichten wir das Museum. Nachdem wir um den Eintrittspreis gefeilscht hatten, da Edgar doch schon einige Male hier schauten wir uns mal diesen kleinen Teile der verrückten Sammlung von seiner Hoheit Sheikh Hamad Bin Hamdan Al Nahyan.
Aber ich lasse jetzt mal Bilder Sprechen:

Der Scheich hat eine enorme Vorliebe für bunte Farben. Daher sind sehr viele Fahrzeuge in den Farben des Regenbogens lackiert. Da man ja Geld hat, muss der Innenraum natürlich auch dieselbe Farbe wie der Lack aussen haben. Diese Kombination sieht man bei vielen ausgestellten Modellen. Hier ein S-Klasse Mercedes in grün. Davon hat er noch weitere sieben! Stück und jeder in einer anderen Farbe. 

Lamborghini baute nicht nur Traktoren und Sportwagen, sondern auch ein Geländefahrzeug mit dem Namen LM002.

Bei den Arabern gilt auch, wenn es nicht wertvoll ist, muss es gross sein, oder sogar beides. Dies sieht man hier ganz gut. Rechts ein Bucher Duro in der Schweizer Armeeversion, in der Mitte ein Chevrolet Arbeitstruck und links ein Kenworth Holztransporter. Das Bild ist nicht manipuliert und die Grösse Fahrzeuge stimmt so tatsächlich, die drei stehen wirklich so exakt nebeneinander.

Hier im Vordergrund ein Dodge Power Wagon Pick-up (1945 - 1969) als Spielzeugauto. Dahinter das Original wie sie damals in den USA sehr beliebt waren...

Wie gesagt, Grösse zählt. Im Hintergrund derselbe Pick-up im Massstab 8:1 und gilt als grösster selbstfahrender Lastwagen mit einem Gewicht von 50 Tonnen. In der Kabine befinden sich 4 Schlafzimmer, sowie einige andere Räume im Chassis.

Hier noch ein Beispiel: Dieser Willy's Jeep aus dem 2. Weltkrieg, wundervoll restauriert...

...und hier das selbe Fahrzeug im Massstab 4:1 draussen vor dem Museum, welches 2010 als grösstes fahrbares Auto ins Guinness Buch kam. Man sieht mich vor der gut 2m hoch liegenden Fussleiste stehen.

Aber auch verrückt darf es bei den Scheichs sein. Hier ein Nissan Patrol mit zwei zusätzlichen Achsen für den Spass im Sand.

Aber auch der weltgrösste Wohnwagen steht hier draussen auf dem Parkplatz. Mit 20m Länge, 12m Breite, 12m Höhe und 120 Tonnen Gewicht beinhaltet dieser 4 stöckige Wohnwagen 8 Zimmer mit Bad und 4 Garagen. Wenn man genau hinschaut, sieht man beim Rad meinen Freund Edgar stehen, damit die Grössenverhältnisse etwas klarer sind.

Und wem der Wohnwagen noch nicht auffällig genug ist, kann sich ja mal diesem kleineren Wohnwagen Modell "the globe" mal anschauen. Er hat 12.75m Durchmesser und die Weltkarte darauf ist im Massstab 1:1million abgebildet. Platz hats mit 10 Zimmern darin auch genug. Ist wohl für die kleineren Campingplätze gedacht.

Und zuguterletzt noch eine Lockheed Tristar L-1011 "Loch Fyne" von Caledonian Airways, die hier einfach so mitten in der Wüste neben dem Museum steht. Die nächste Piste wo eine solche Maschine landen kann ist mehr als 30km entfernt. Sie wurde ohne zerlegt zu werden, hierher geschleppt.