Sonntag, 28. Februar 2016

Aktion Waschmaschine

Seit ich hier mit meiner Mitbewohnerin Ayar eingezogen bin, waren wir richtig froh, das wir eine eigene Waschmaschine im Haus haben. Platziert direkt auf dem Balkon hinter der Küche.
Soweit so gut, aber die Platzverhältnisse waren immer etwas eingeschränkt und zum Aufhängen der Wäsche musste man immer in den ersten Stock oder aufs Dach gehen.
Irgendwie war das einfach mühsam. Da ich ja aber gerade so lieben netten Besuch hier habe, unterbreitete ich also Rene und Bernhard meine Idee, die Waschmaschine aufs Dach zu transportieren und dort anzuschliessen.
Die beiden sagten zu, mir dabei zu helfen. So massen wir also die Maschine aus, ob sie denn überhaupt an den Engstellen der Treppe durchpasst. Auch die Anschlüsse oben auf dem Dach testeten wir aus, also Abfluss, Strom und Wasserzufuhr. Alles problemlos.
Jetzt kann man sich ja mal vorstellen, das man nicht grad friert, wenn man bei 33 Grad Celsius eine 70kg schwere Waschmaschine 2 Stockwerke nach oben transportiert.
Mit einem grossen Badetuch als Gleitfläche, schoben wir dann das Ding Schritt für Schritt nach oben.
Zwei am Schieben, einer am Ziehen.
Das hat dann auch ganz wunderbar geklappt.


Meine beiden tollen Helfer, verschwitzt aber zufrieden.

Erschöpft und stolz sind wir in weniger als einer Stunde oben auf dem Dach angekommen und die Waschmaschine konnten wir gleich an der Wand platzieren.

Jetzt war endlich genung Platz zum Waschen und aufhängen der Wäsche. Dazu noch durch das Blechdach geschützt vor der direkten Sonne. Durch den Hitzestau trocknet hier oben alles innerhalb von kaum einer Stunde, meistens zumindest....
Die beiden Betonklötze an den Trockengestänge sind nötig, da es hier zuweilen recht arge Windböen hat und diese mit der Wäsche drauf schnell mal umgeblasen wird.

In den folgenden Tagen machten Rene, Bernhard und ich noch ein bisschen easy living und natürlich genossen wir auch etwas Fisch-Spa im Jungceylon Center.

Hinterher ist die Haut an den Füssen wirklich Seidenfein. Ich kann das nur empfehlen. Die Fische fressen die abgestorbene Haut und die obersten Schichten schön sauber weg. Ist ein ganz tolles Gefühl.

 Mittlerweile war es schon wieder Montag, und die Woche war somit für meinen Besuch bereits um. Am frühen Morgen brachten Rene und Bernhard noch ihre Scooter zurück zum Hotel und wurden dann vom Taxi dort abgeholt. Kurzers Stopp fürs Gepäck-Einladen bei mir und dann ging es ab mit den Zwei nach Koh Samui.
Ayar und ich haben sehr gefreut, das ihr bei uns wart. Bis bald in der Schweiz.

Samstag, 20. Februar 2016

Kleine Rundfahrt Südteil von Phuket

Rene und Bernhard helfen sich mit ihrem Aufenhalt hier weitgehends selber. Sie haben sich auch mit einem ganzen Haufen an Flyern für Ausflüge eingedeckt.
Aber die Tour zum berühmten Big Buddha und dann weiter ans Südende der Insel, nach Phromthep Cape ist jeweils eines meiner Spezialtiäten. Die ich übrigens gerne auch alleine ab und zu mache.
Also nichts wie rauf aufs Bike und ab nach Chalong und hoch auf den Hügel.
Oben angekommen musste ich feststellen, das sich in den letzten 7 Monaten mehr verändert hat, als in den letzten zwei Jahren. Endlich, endlich haben die Arbeiten an der unterhalb der Statue begonnen, wo man jetzt anfängt den Gebäudekomplex zu bauen.
Aber wir sind vor Allem wegen der Statue hier.

Natürlich gehört hier auch das posing dazu...

Aber auch die goldene Buddha Statue daneben hat ihren Reiz.

Und wieder mal der Fotobeweis, das ich auch da war...


Die Bauarbeiten scheinen zu laufen, aber wenn die Sicherheitsstandards anschaut, dürfte wohl jeder SUVA Verantwortliche ein paar mal hier oben leer schlucken.
Man aber mehrere grosse Schilder aufgestellt wo in dicken fetten Lettern draufsteht:
SAFETY FIRST

Ja, genau:

Vom Big Buddha aus gings dann wieder den Hügel hinunter durch den Chalong Kreisel weiter Richtung Süden zum Phromthep Cape. Der Punkt ist ein touristischer Hotspot und wird täglich von Bussen voll mit Touritsen überschwemmt. Auch für Hochzeiten und die passenden Fotos dazu werden grundsätzlich immer hier gemacht.
Wir gönnten uns ein Glace und wegen der grossen Hitze sassen dann schon bald wieder im Sattel und tuckerten gemütlich zur einen Restaurant oberhalb von Kata Noi.
Nach einem Snack machte wir uns wieder auf den Weg Richtung Patong. In Karon allerdings wurden wir dann von einer Regenfront eingeholt,von der wir nicht so recht wussten wo hin sie sich bewegt.
Nätürlich genau zu uns. Und so schafften wir es  gerade noch bis zu einem Aussichtspunkt zwischen Karon und Patong bevor der Himmel seine Schleusen dann richtig aufmachte.
Unter dem Dach warteten wir dann etwa 45 Minuten und konnten durch den Regen wenigstens noch etwas Sonnenuntergang beobachten.
Dies war der einzige Sonnenuntergang, den ich Rene und Bernhard zeigen konnte. Ansonsten waren wir immer zu spät, das Wetter machte nicht mit oder es war hinter einem Hügel.
Als wir entschieden, weiter nach Hause nach Patong zu fahren, entschied auch der Regen das er noch gar nicht daran denkt, aufzuhören und so fuhren wir dann im Schritt-Tempo nach Patong, wo uns dann eine wundervoll überflutete Stadt erwartete. Auch den Hügel rauf zu mir nach Hause war die Strasse nichts als ein einziger brauner Strich. Selbst Strommasten standen bereits etwas schräg in der Landschaft.
Wir waren nass bis auf die Knochen, aber sicher wieder zuhause. Kurz daruf hörte auch auf zu regnen. Gemeinheit. Am nächsten Tag hatten wir dann zeitweise keinen Strom mehr. Die Strommasten gaben nach und die Stadt versuchte, alles wieder herzurichten.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Besuch aus der Schweiz

Wir bekommen Besuch aus der Schweiz. Zwei Bekannte von mir, Rene und Bernhard haben sich für einen einwöchigen Besuch bei mir in Phuket angemeldet. Sie machen eine kleine Thailand Rundreise und da sie wissen, das ich zurzeit hier auf Phuket bin, fragten sie bei mir für eine Uebernachtungsmöglichkeit.
Da dieser Umstand jetzt aber auch etwas neu für mich war, mussten Ayar und ich uns erst mal Gedanken darüber machen, wie wir die beiden im Haus unterbringen werden.
Wir haben ja nur zwei Schlafzimmer, weswegen ich vom Hotel noch eine Couch bringen liess, damit einer von uns dann darauf schlafen kann.
Ayar hat dann spontan vorgeschlagen, das sie schrecklich gerne mal zelten möchte und der Balkon auf dem Dach war dafür ideal. Zumal er ja auch durch ein Blechdach geschützt ist.
Also fuhr ich los und besorgte mir in der Campingabteilung vom Big C Supermarkt ein Zelt.
Natürlich nicht grossartiges, aber die ganz billigen Zelte für ca. 10.- waren schon vom Anfassen her von schlechter Qualität. So kaufte ich dann eine Preisklasse höher und bekam noch etwas Rabatt, weil die Tragetasche einwenig defekt war.

Eigentlich für vier Personen gedacht, hat Ayar es dann doch geschafft, das es für sie alleine dann schon fast zu eng geworden wäre. Aber schliesslich soll sie auch bequem haben darin. Und so richtete sie sich dann ein.
 
Am nächsten Morgen kündigten sich dann Rene und Berhard an und ich konnte noch vom Hotel aus zwei weitere Scooter für die beiden anmieten.
Das sah dann von oben auch schon fast wie ein Hotel aus.
Dann endlich bekam ich eine Message von Rene, das sie gerade in Phuket gelandet sind und etwas mehr als eine Stunde später tauchten sie dann auch bei mir zuhause auf.
Ayar hat noch Krabben besorgt und dann wurde erstmal gegessen.
Da die beiden schon einige Tage in Bangkok waren, waren sie auch nicht sonderlich müde und sie richteten sich gemütlich im Zimmer ein.
Für den Rest des Tages machten wir etwas Sightseeing durch Patong und machten uns eine gemütliche Zeit.
Da Ayar schon in kleinen Restaurants gekocht hat, war bei Rene schon mal das Interesse für die Thaiküche geweckt. So hatten die zwei, die sich vorher noch nie getroffen haben auf Anhieb eine tolle Plattform zur Kommunikatin gefunden.

Samstag, 6. Februar 2016

Kleiner Ausflug nach Khao Rang Park und Aussichtspunkt


Heute kam Mai, die beste Freundin von Ayar vorbei und schlug vor, mit ihrem Bruder und dessen Freundin nach Phuket Stadt zu fahren und dort den Khao Rang Park zu besuchen.
Da ich noch nie dort war sagte ich auch zu und wir fuhren los.
Von Patong aus ist der Park in einer guten halben Stunde zu erreichen.
Er ist auf auf einem Hügel im Südwesten der Stadt, von wo man einen herrlichen Rundblick auf Phuket Stadt hat, sowie die angrenzenden Hügel.
 
Auch sieht man von da aus die mächtige Big Buddha Statue auf ihrem Hügel trohnen.
Der Park selbst ist dem Stadtgründer von Phuket gewidmet und es waren grad Vorbereitungen im Gange für ein Fest, den Stadtgründer betreffend.
Auf dem Weg zum Hügel gibt auch noch einen Tempel, den ich mir ein ander mal sicher auch noch anschauen werde.
Die Parkanlage ist ein Naherhohlungsgebiet wo man einige Restaurants, Spielplatz und auch einen Fitnesspark benutzen kann. Auch bei den Radfahrern ist der Hügel beliebt, denn wir haben einige von diesen Keuchern Bergauf überholt. Warum man sich das bei der Wärme antut, bleibt mir ein Rätsel.

Laut Aussagen von Mai gibt es anscheinend ganz neu auch ein Gruppe von Affen, die sich in dem Park ganz offensichtlich heimisch fühlt und sich prächtig vermehrt.
Wir haben ein gutes Dutzend Junge gezählt.

Sie leben hauptsächlich vom Durchwühlen der Müllcontainer, den Dingen, die sie auf oder um die Bäume finden aber auch vom klauen von Ständen.
Hoch im Kurs sind die Plastikbeutel mit je einer Portion Erdnüssen drin. Da führen die Standfrauen einen regelrechten Guerillakrieg gegen die dreisten Diebe. Und sie sind schnell.
Sie sitzen lange völlig unbeteiligt tuend in der Nähe des Standes und warten dann auf den richtigen Moment zum zuschlagen.
Dazu der Unschuldsblick und innerhalb von 3 Sekunden, wo die Verkäuferin mal kurz wegschaut um Geld zu kassieren, schaffen sie die 3 Meter Abstand zum Tisch, grapschen sich was sie kriegen können und sind gleich weg auf den nächsten Stahlträger oder Baum und plündern das, was sie flüchtend nicht grad wieder verloren haben.
Während die Verkäuferin mühsam die liegengelassenen Plastiksäckchen wieder einsammelt. Meist bleibt von geklauten 5 Beuteln mit Glück einer bei den Affen, den Rest lassen sie beim wegrennen meist fallen.
Wenn man schon mal hier ist, und es grad überall so schön geschmückt ist, muss man das natürlich nutzen und sofort mit dem Handy festhalten. Da wir nur mit zwei Scootern dahin fuhren, und wir zu fünft waren, liess ich die grosse Kamera zuhause. Aber mit dem Handy wurde es auch nicht schlecht oder? Hier Ayar (li), und Mai.
Weils so schön war, grad nochmal..

Hier alle, ausser mir...

Überall waren Blumegestecke zu finden. Zum Glück haben die Affen kein Interesse daran gezeigt. Wer weiss, wie lange die sonst überlebt hätten.

..und nochmal mit Phuket Schriftzug..

Ja, ich war dann auch mal drauf...

Dies ist das Wahrzeichen des Parks. Kurz nach dem Sonnenuntergang...

Kurze Zeit später, grad vor dem Eindunkeln. Die Gruppe übt noch für den Tanz, der hier offensichtlich an dem Anlass gezeigt werden soll.