Donnerstag, 1. Dezember 2016

Die Suche nach Untermietern und einen Haufen Schachteln

Tja, jetzt habe ich also die Information bekommen, das ich nach 20 Jahren in diesem Block ausziehen und eine neue Bleibe suchen soll. Eine neue Herausforderung, der man sich halt stellen muss.
Da ich für diese Saison sowieso schon vorhatte, meine Wohnung unterzuvermieten um meine Kosten senken zu können, kann ich also gleich alles für den Umzug im nächsten Jahr vorbereiten und entsprechend verpacken. Ich weiss, das ich nach meiner Rückkehr im 2017 wohl kaum die Lust und Motivation haben werde, mein Zeug noch alles zu verpacken. So gehts leichter, und es ist schon alles vorbereitet.
Nachdem ich also einige Fotos von der Wohnung geschossen hatte, schrieb ich sie also als befristet und möbliert aus.

Hier mal das Wohnzimmer

dann das Schlafzimmer..

..und mein Arbeitszimmer, meistens als Studio eingerichtet für die Produkfotografie..

Innert kürzester Zeit bekam ich dann auch gleich die ersten Anfragen. Allerdings scheinen die Leute kaum noch zu lesen, wenn sie eine Schlagzeile sehen.
Ich schrieb ja klar im Titel, das die Wohnung möbliert und nur befristet mitsamt Datum dazu.
Dennoch wurde ich gefragt ob möbliert oder unbefristet. Aber auch wo sich denn diese Wohnung befinden würde. Auch dies stand in der Beschreibung.
Auf jeden Fall kamen innert ein paar Tagen gleich Anfragen zur Besichtigung.
Als ich dann Vorschläge machte, kam hinterher keine Antwort mehr.
Eine weitere Bewerberin schrieb lieber darüber, das mit ihrem Freund Schluss machte und wie arm sie doch jetzt dran sei und wie dringend sie die Wohnung brauche. Aber auch hier, nach der Antwort mit Terminvorschlag hörte ich nichts mehr.
Dennoch kam als Erstes ein älteres, pensioniertes Paar sich die Wohnung anschauen. Leider haben die nachdem sie die Wohnung sahen, gleich wieder abgesagt. Auch sie haben nicht gelesen, das es befristet und möbliert sein sollte.
Am selben Tag kamen dann noch drei junge syrische Flüchtlinge vorbei, die auch Interesse hatten. Aber da sie weder Job vorweisen, noch sagen konnten wer denn die Miete zahlen wird konnten sie nicht beantworten. Auch waren alle drei starke Raucher, was widerum mir dann gar nicht zusagte.
Alle drei waren aber hochanständig und freundlich. Einer der drei konnte zumindest schon rechtu gut Deutsch, was es viel einfacher machte, alles zu erklären.

Zu Guter letzt schaute sich dann eine junge Familie aus Deutschland die Wohnung an, die auch dringend etwas bezahlbares benötigten, da sie schnell herausfanden, das eine Miete über 2100 Franken sehr schwierig zu bezahlen sind.
Es kam schlussendlich zum Vertrag und ich hatte wieder einen Schritt vorwärts gemacht.
Also musste ich nun definitiv mein Zeug packen, bevor ich mich Richtung Thailand aufmachen kann.
Als erstes mal nach Rothenburg in den IKEA und Umzugskisten besorgen.
Am Ende waren es dann 32 Stück, das Paar für knapp 5.- pro Paar und die Dinger sind bis 30kg belastbar. Grosser Vorteil, man kann sie nach Gebrauch wieder zusammenfalten.
So fing ich also an, mein Zeug Stück für Stück einzuschachteln und Schrank um Schrank zu leeren. Auch erstellte ich mir Klebeettiketten und druckte mir die mit Inhaltsbeschrieb aus.
So wurden die Schachteln immer schwerer und immer mehr. Alles in allem schaffte ich dann innert 10 Tagen ganz alleine neben meiner Arbeit die ganzen Schachteln in den Keller. Der wurde entsprechend immer voller. Irgendwie war das wie ein Reallife Tetris. Die robusten Sachen landeten schliesslich in der Garage, denn für komplett alles hat es dann doch nicht gereicht. Denn das Zeug aus dem Dachboden musste ja auch in den Keller. Also alles von der Wohnung im 4 Stock zum Lift, einladen, ausladen und weiter in den Keller runter. Wenn ich richtig gerechnet habe dürfte total gegen hundert mal diese Strecke gelaufen sein.


Schlussendlich war der Keller dann voll.

Auch mit dem Mietvertrag hat es dann geklappt. Ich musste ja meine Untermieter noch bei der Verwaltung anmelden und dann dessen Untermietvertrag von allen unterschreiben lassen.
Aber ich habe ja noch einiges anderes vor, bevor ich meine Reise antreten kann.
Dazu mehr in meinem nächsten Eintrag...
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