Gedenkfeier zum 3. Todestag von Charli

Wie die Zeit doch schnell vergehen kann.
Dieses Jahr jährt sich der Tag, an dem mein geliebter Bruder Charli, der uns am 12. Februar 2012 in die nächste Welt verlassen hat, bereits zum dritten mal.
Da ich ja widerum hier in Thailand bin, ist es klar das ich nach Bangkok fliegen werde und die Gedenkzeremonie mitmache.
Dieses Jahr wird es nicht im Tempel sein, sondern bei meiner Schwägerin Alisa im Haus.
Aus schulterminlichen Gründen hat meine Alisa das Datum auf den 9. Februar vorverlegt. So können die Kinder auch dabei sein, da sie am 12. Februar in der Schule hätten sein müssen.
Ich buchte also den Flug auf besagtes Wochenende und liess mich dann am Samstag zum Flughafen chauffieren.
Dort beim einchecken gab es dann ein paar kleine Schwierigkeiten. Da ich beim Buchen ein Diabetikermenu bestellt habe, werden sie dann beim einchecken hellhörig und fragen logischerweise nach dem Injektionsset.
Offensichtlich hat man grosse Angst davor, das die 0.2mm dicken und gerade mal 8mm langen Nadeln als Waffe oder zum verbreiten von HIV gegen die Crew oder Passagiere verwendet werden könnte.
Aber das Prozedere kenne ich mittlerweile. Es gibt einen Zettel, damit geht man zu Spezialschalter und gibt sein Zeug in ein versiegeltes Couvert. Mit dem und einer Begleitperson gehts dann zum Security Check. Der Vorteil dabei ist, das man als VIP behandelt wird und man innerhalb von 2 Minuten durch alles durch ist, ohne anstehen.
Diesesmal musste ich allerdings am Schalter noch warten, weil die Fluggesellschaft trotz mehrmaliger Anfrage es noch immer nicht geschafft hatte, meinen Namen in der Datenbank mit dem Namen im Pass richtigzustellen. Daher viele Telefonate und ich wieder mal alle Ausweise, ID, Bank- und Kreditkarten gezeigt um zu beweisen, das ich, ich bin.
Aber diesesmal scheint es endlich geklappt zu haben.
In Bangkok angekommen ging es mit dem Taxi direkt zu Alisa's Haus 32km quer durch die Stadt vom Flughafen aus.
Es war dank der Tollway auf der Schnellstrasse durchaus in knapp 35 Minuten zu schaffen. Nicht wie letztesmal wo wir über 2 Stunden brauchten, weil der Fahrer Angst auf der Autobahn hatte und wir alles auf Hauptstrassen durchs Stadtzentrum nach Thung Khru fuhren.

Auf jeden Fall haben sich alle sehr gefreut, das ich da bin.
Das Haus war wieder mal voll mit Kindern, Alisas Mutter schaut zum Rechten während sie arbeitet.
Leider konnten wir diesmal nicht so viel unternehmen, da zu einen die Vorbereitungen für die Zeremonie am laufen waren und andererseits bei ihr im Geschäft die Arbeit grad enorm viel ist.

Am Montag früh hörte ich es dann schon um 6 Uhr früh rumpeln im Haus, da Alisas Mutter die Tische fürs Essen schon aufstellte.
Die ehemaligen Nachbarn von der alten Adresse kamen dann auch nach und nach. Und auch die Verwandten kamen und halfen alle, das Essen vorzubereiten.
Auch Blumen gehörten dazu.
 

Ich bin überzeugt, das vieles von dem ganzen tollen Essen sehr gut ist. Da ich aber der einzige Ausländer war, nahm auf mich nicht wirklich Rücksicht und machte das Essen entsprechend in allen Schüsseln scharf. Da blieb für mich nicht mehr all zu viel Auswahl übrig.
Aber keine Sorge, auch wurde satt. Dafür wurde dann schon gesorgt.

Das Wohnzimmer wurde für die Zermonie komplett aus dem Haus ausgeräumt damit dann alle Mönche Platz zum sitzen haben.
Die Kinder waren die ganze Zeit nur immer dann zu sehen, wenn es was zu Essen gabe. Ansonsten verdrückten sie sich an den Pool oder verschwanden im Schlafzimmer um TV zu schauen. Und das für Stunden.

Charli's Platz währen der Zeremonie. Auch er bekam dann ein komplettes Menu beigestellt, welches er immer am liebsten gegessen hatte.

Alisas Onkel, war natürlich auch wieder dabei und es war schön auch ihn begrüssen zu können. So vollzogen wir dann alle gemeinsam die Gedenkzeremonie für Charli.
Was mich ganz besonders gefreut hat, das auch meine beste Freundin Ayar zur Zeremonie kam, da sie zurzeit wegen Papierkram auch grad in Bangkok war.

Nach der Arbeit sollst du Essen. Also bekamen die 9 Mönche natürlich auch üppig aufgetischt. Es waren einige Junge Mönche dabei, die sich sehr für mich interessierten und sich auch freuten, das ein "Fremder" an so einer Zermonie beiwohnte. Umso toller fanden sie es, das ich dafür nach Thailand kam.

Hier sind wir dann alle beim Essen. Im Vordergrund mein Neffe Deaw, Alisa und ihre Mutter.

Ich habe dieses Jahr auch ein kleines Versprechen eingelöst und habe nun einen kleinen Knochensplitter von Charli in einem Goldanhänger fassen lassen den ich nun immer bei mir trage.

Du fehlst uns allen sehr, Charli......
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