Weihnachten und Arbeit

Die Tage vergehen, ich renne täglich noch irgendwelchen Details nach die ich noch brauche, aber im grossen und ganzen bin ich wieder eingerichtet und betriebsbereit, wenn man so will.
Gleichzeitig ist jetzt natürlich auch die absolute Peak-Saison, welche noch bis Ende Januar dauern wird. Also alle Hotels voll überall, einfach überall Touristen - könnte man meinen.....
Leider ist es dieses Jahr aufgrund von verschiedenen Weltereignissen so, das eine enormer Rückgang an Touristen zu verzeichnen ist. Zum einen Russland, dessen Geld kaum noch was wert ist und die immer noch in einer Krise stecken, auch wenn die Regierung was anderes behauptet.
Dann die Kriege im nahen Osten, von wo aus jedes Jahr eine grosse Anzahl Araber hier auch Ferien macht.
Die Chinesen fluten zwar die Insel, aber von denen bleibt kaum etwas übrig. Denn der grösste Teil der chinesischen Touristen machen geführte Touren, die jeden Tag verplant sind.
Viel Freizeit bleibt da nicht mehr, wo sie spontan unterwegs sind und Geld ausgeben. Auch einkaufen wird in zwei Einkaufszentren in Phuket gemacht, welche nur für Chinesen offen stehen und einer chinesischen Firma gehören. Und wo sie in den Hotels übernachten diktieren die Tourunternehmer welche Preise sie bezahlen, oft unter den Kosten.
Daher sind viele Hotels dieses Jahr zu nicht mal 70% ausgelastet. In den Bars herrscht ähnliche Katerstimmung. Viele Barbesitzer haben mir gesagt, das sie während der Niedrigsaison besseren Umsatz gemacht haben als jetzt wo die Hauptsaison läuft.
Auch die Mass-Schneider sind am Jammern, zu dessen Kunden gehören zu einem Grossteil die Passagiere der riesigen Kreuzfahrtschiffe die alle zwei, drei Tage hier anlegen.
Bisher konnten sie innerhalb von 24 Stunden die Bestellungen abwickeln. Aber dieses Jahr haben die Kreuzfahrtfirmen die Aufenthaltsdauer bis auf nur noch 6 Stunden gekürzt. Also bleibt keine Zeit mehr, etwas auf Kundenwunsch zu produzieren. Die Passagiere rennen schon förmlich durch Patong umd noch etwas davon zu sehen.
Und da die Schiffe neuerdings vor Mitternacht ablegen, bleiben diese Kunden auch im Nachtleben weg.
Aber die Leute hier lassen sich nicht unterkriegen und machen weiter auf die eine oder andere Art.
Womit wir wieder beim lebenden Organismus von Patong wären. Viele werden verschwinden, andere werden wieder neu aufmachen.
Was dieses Jahr auffällt, das viele Häuser renoviert werden. Das Gesamtbild von Patong sieht doch merklich erneuert aus.
Und irgendwo dazwischen bin ich und versuche auch, meinen Weg zu gehen.
Aber erst mal feiern wir Weihnachten..

 Daher frohe Weihnachten Euch allen auf der Welt von mir und meiner Mitbewohnerin Ayar.

Weihnachten wird hier natürlich auch gefeiert, allein schon wegen der Touristen. In den meisten Hotels kann man sich für bis zuf 300CHF sich ein ausgiebiges Weihnachtsmahl um die Ohren hauen, so man denn möchte.
Der normale geht dann meistens aus, bleibt dann an einer Bar hängen und dort wird dann Party gemacht. Auch das Bar personal ist in den meisten Bars rot angezogen und die Santa-Mütze ist für die Gäste das Must-have. Ein Riesengeschäft für die fliegenden Händler. Natürlich gibt es nichts ohne irgendeine Leuchtquelle und blinkenden LED's gespiesen von einer nicht mehr ganz so umweltfreundlichen Knopfzelle.
Hier zum Beispiel das Personal der "Beach-Bar" am Sunset Plaza.
Wenn die Stimmung dann etwas höher wird, gehts dann richtig zur Sache. Zum anheizen wird dann die Familienflasche Jägermeister geöffnet. Und so nach einigen Shots (Vodka, Bier und Tequila natürlich auch) geht man dann mit Luftschlangen aus der Spraydose aufeinander los.
Hier zum Beispiel Took die dann das Kommando zum Trinken gibt....
In der Bangla Road gehts dann zu wie am Wasserfest, da herrscht schon fast Krieg. Dieses Jahr sind diese Sprühdosen verbessert worden und haben angeblich mit neuer Formel 80% mehr Inhalt. Aber das Zeug ist immer noch klebrig feucht und auf dem Boden enorm rutschig.
Nach dem Weihnachtstag sieht man dann die Resultate noch tagelang in den Bars an den Wänden, Stühlen und auf der Strasse kleben. Von den zehntausenden leeren Dosen mal ganz abgesehen, die von der Stadt noch in der Nacht wieder eingesammelt werden.
Aber das spielt keine Rolle, in einer Woche geht der Krieg dann weiter, wenn Jahreswechsel ansteht.

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